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Foto: Baroquine Photography, Katrin Arfmann
Artist Statememt
Konkrete Kunst als innere Haltung
Vorwärtsgehen, Fallen, Aufstehen, Weitergehen ein Rhythmus, der mein Leben formt.
Schritt für Schritt, gegen Widerstände, mit Entscheidungen, die nicht immer leicht waren, aber immer meine eigenen. Ich stehe wieder auf, verliere Federn, gewinne neue und gehe weiter in die Richtung, die ich selbst gewählt habe. Der eigene Weg war nie der sichere, sondern der stimmige.
Warum Konkrete Kunst?
Die klassische konkrete Kunst arbeitete mit klaren Regeln: Farben statt Motive. Nummern statt Titeln. Konstruktion statt Bedeutung.
Die Form sollte für sich stehen . Ohne Erzählung, ohne Symbolik, ohne persönliche Spur. Meine Arbeit knüpft an diese Klarheit an, aber nicht an die Strenge. Ich übernehme die Geometrie, die Reduktion, die Präzision, doch ich löse mich von der Idee, dass Kunst keine Haltung haben darf.
Meine Konkrete Kunst entsteht aus meinem Leben: aus Entscheidungen, aus Konsequenz, aus Weitergehen. Linien geben Orientierung, Flächen halten Ruhe, Proportionen wachsen aus Erfahrung. Die Konstruktion bleibt klar, aber sie trägt eine innere Ausrichtung. So verbindet meine Arbeit zwei Ebenen: die formale Klarheit der konkreten Kunst und die persönliche Haltung, aus der sie entsteht.

„Barbara Maahs führt die Konkrete Kunst mit einer bemerkenswerten Selbstverständlichkeit ins Jetzt: Ihre Bilder wirken wie präzise gebaute Denk-Räume, in denen Rechtecke, Quadrate und scharf geführte Linien ein stilles Drama aus Ordnung und Spannung entfalten.

In den Arbeiten begegnen sich satte Rot- und Orangetöne mit tiefem Blau, Graphit und atmendem Weiß; Farbfelder überlagern sich wie verschobene Architekturplatten, Kanten greifen ineinander, und die Komposition zieht den Blick mit ruhiger Entschiedenheit in ihr Zentrum.

Dass Barbara Maahs aus einem ingenieurgeprägten, architektonischen Umfeld kommt, ist dabei kein biografisches Detail, sondern eine Haltung: Der Prozess ist meditativ und kontrolliert – von analogen und digitalen Entwürfen bis zur präzisen Umsetzung, bei der sie Grundtöne selbst mischt und jede Farbe dreifach aufträgt, um Tiefe, Reinheit und Genauigkeit zu erreichen. So wird Geometrie zum Vehikel für innere Prozesse – Mut, Wandel, Beziehungen – ohne Pathos, aber mit spürbarer Dringlichkeit.

Ihr Potenzial liegt darin, diese Klarheit noch stärker in seriellen Progressionen zu bündeln, damit die konzeptuelle Tiefe der Werke dauerhaft mitschwingt. Die Messe- und Galeriepräsenz (u.a. Discovery Art Fair Cologne, C.A.R. Essen) bestätigt eine professionelle, belastbare Position.“

Dr. Alexander Rácz, Kunsthistoriker, Kurator und Sachverständiger für Kunst

Die Wurzeln der in Hamburg lebenden Künstlerin Barbara Maahs liegen am Niederrhein in Nordrhein-Westfalen. Die Nähe zum Bergbau und zur Stahlindustrie hat sie nachhaltig geprägt. Diese Erfahrungen formten nicht nur ihre Identität, sondern auch ihr Verständnis für den unvermeidlichen Fortschritt und den kontinuierlichen Strukturwandel. Ihre Kunst spiegelt diesen Prozess wider und lädt den Betrachter ein, über die Beziehung zum eigenen Wandel nachzudenken.
Durch Kunst zur eigenen Bestimmung
Nach ihrer Ausbildung zur Technischen Zeichnerin studierte sie Architektur und Design in Düsseldorf und Dortmund. Besonders beeindruckend waren die Gestaltungskurse bei den Professoren Carl Krasberg, Thomas Dawo, Dr.-Ing. Wolfgang Meisenheimer und Friedrich Christoph Wagner.
Danach arbeitete sie in verschiedenen Architekturbüros, bevor gesundheitliche Herausforderungen einen beruflichen Neustart erforderten. Die Rückkehr zur Kunst wurde zu einem konsequenten Schritt: Seit 2021 arbeitet sie ausschließlich als Künstlerin der Konkreten Kunst. Ihre Werke basieren auf geometrischer Reduktion, Farbe und Struktur und reflektieren Fragen von Veränderung, Selbstbestimmung und innerer Ausrichtung.
Barbara Maahs lebt und arbeitet in Hamburg.
Timeless Magazine
Interview mit Barbara Maahs

Berlin Art Magazine
Interview mit Barbara Maahs

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